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August '21

Die Küche für Alle feiert ihr 6-monatiges Jubiläum und wächst weiter! Derzeit ist das Projekt KüfA jeden Samstag von 16 bis 20 Uhr geöffnet und läuft parallel zum Projekt Kältebus. Während der Kältebus weiterhin jeden Samstag eine mobile Grundversorgung von Essen, Hygienemittel, Kleidung und Schlafzeug für Bedürftige anbietet, dient die KüfA der Stärkung der Gemeinde rund um den Hasselbachplatz und das Tacheles. Wir freuen uns darauf, weiterhin Kooperationen aufzubauen und sind immer auf der Suche nach Unterstützung, sowohl finanziell als auch durch freiwillige Helfer.


Juli '21: 

re:connect


Im Rahmen des Kultursommers haben wir vom 31. Juli bis zum 1. August zusammen mit REGINA im Werk 4 das Openair re:connect veranstaltet. Performance, Theater, Livemusic und verschiedene Workshops haben verschiedene Menschen verbunden, die im Alltag selten aufeinander treffen.

Am ersten Tag wurde es experimentell und elektronisch. Die Klänge der Synthesizer wurden begleitet von interkulturellem Austausch, Kunst und Videoprojektionen, die die Fassade des Werk 4 zum Leben erweckten. Am Sonntag luden wir dann zu Hip Hop und Live Looping ein. Parallel dazu präsentierten wir auf dem weiten Gelände der alten Industrieanlage eine Fotoausstellung von Arash Hampay zum Thema EU-Grenzen, und so fanden auch künstlerische Auseinandersetzungen mit sozialpolitischen Themen ihren Platz. Insgesamt konnten wir ein spannendes Programm erleben, das vielfältige Perspektiven eröffnete, informierte und künstlerisch überzeugte.



Juni '21: 


Fete de la musique

Am 21. Juni fand in Magdeburg die jährliche Fête de la Musique statt, bei der Bühnen und Plätze in der ganzen Stadt bespielt wurden. Zum ersten Mal organisierte platz*machen eine größere öffentliche Kulturveranstaltung und meldete dafür im und vor dem Kiezladen Tacheles eine Bühne an.

Mit lautem Topfschlagen startete der Abend vor dem Tacheles. Das Team von platz*machen ging um 18:30 Uhr mit Kochtöpfen und Löffeln auf die Straße, um die Anwohner*innen der Sternstraße anzuleiten und von ihren Fenstern zum Mitmachen zu motivieren. Benötigt wurden nur Alltagsgegenstände und alle waren eingeladen, mitzumachen. Das partizipative Fensterkonzert, das gleichzeitig ein musikalisches Experiment war, hatte zum Ziel, ganz im Sinne des Vereins das Kiezgefühl zu stärken und gegenseitige Solidarität auszudrücken. Dabei stimmten zunächst alle einen Grundrhythmus an, bevor einzelne Teammitglieder unterschiedliche Rhythmusvariationen präsentierten. Zum Schluss lief das ganze Team zum Laden zurück, um direkt an das Musikduo Beatamines weiterzugeben.

Pascal Augner und Hannes Friedel übernahmen daraufhin den musikalischen Part des Abends und stimmten die Menschen vor dem Tacheles auf einen lauen Sommerabend ein. Vom ersten Stock des Tacheles spielten sie ihre bewährte Kombi aus elektronischen Beats und Gitarrensounds, und brachten der Sternstrasse mit ihren coolen Melodien und Sounds ein Stück weit das Gefühl von Sorglosigkeit und Normalität wieder. Die beiden hielten mit ihrer Musik was sie versprachen: Lust auf Tanzen, Sonne und gute Laune.


Öffnung des Tacheles

Die Eröffnung des Kiezladens für die Öffentlichkeit am 10. Juni, auch wenn zunächst (und bis jetzt immer noch) nur auf den Außenbereich beschränkt, war ein ganz besonderes Highlight für den Verein. Nach vielen Monaten virtueller Treffen und Plena war es endlich wieder möglich, sich persönlich zu treffen, um Aufgaben zu besprechen, aber auch um zwischenmenschlich Nähe zu schaffen und ein “echtes” Gefühl füreinander zu bekommen.


Kommentar anlässlich der Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt

Am vergangenen Sonntag wurde ein neuer Landtag in Sachsen-Anhalt gewählt. Das Ergebnis betrifft auch unsere Initiative, da durch die Wahl machtpolitische Einflussmöglichkeiten von Parteien auf unsere diversen Lebensrealitäten als Einzelpersonen und unsere ehrenamtliche Arbeit als Kollektiv legitimiert und (neu-)verteilt wurden. In diesem Text werden wir nicht den Ausgang der Wahl kommentieren, sondern wollen auf einige gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in Sachsen-Anhalt aufmerksam machen, die für unsere Arbeit relevant sind. . .


März '21: 

Misch dich ein -  Hassel heißt Vielfalt

Bereits mitte September '20 zum Parking Day haben wir mit einem kritischen Beitrag zur derzeitigen Politik am und um den Hasselbachplatz zur Diskussion beigetragen. Unser Motto dabei: "Reclaim the Hassel!" Wir wollen mit Euch gemeinsam den Hassel zurück erobern und uns aneignen. Anbei findet Ihr unseren Beitrag als Audio-Datei auf Deutsch und Englisch. Hier gehts zum Projekt.


Ankommen - und dann?

Eines der ersten Projekte von platz*machen war die sechsteilige Livestream-Reihe “Ankommen - und dann? Gespräche über Integration”. Ab dem 6 März luden wir dazu in circa zweiwöchigen Abständen Magdeburger Menschen mit Migrationsgeschichte ein, um mit uns über sich und ihre Erfahrungen zu sprechen und den oft losgelöst benutzten Begriff “Integration” von unterschiedlichen Winkeln zu beleuchten. Was bedeutet es, anzukommen? Mit welchen Vorurteilen werden sie alltäglich konfrontiert? Und welche Strategien hat jede:r einzelne von ihnen entwickelt, um diesen Herausforderungen und Hürden zu begegnen und sich in Magdeburg ein Zuhause aufzubauen?

Die Livestreams wurden auf all unseren Kanälen gesendet und zeichneten ein sehr vielfältiges Bild migrantischer Lebensrealitäten in Magdeburg ab, das im Mainstream-Diskurs oft keinen Platz findet. Von Syrien, Chile, den USA, Italien bis Afghanistan - die Orte aus denen unsere Gäste nach Deutschland kamen waren mindestens genauso unterschiedlich, wie ihre Beweggründe. Nach der Ankunft aber waren viele Fragen ähnlich: Wie finde ich mich zurecht? Wo finde ich ein neues soziales Netzwerk? Wie schaffe ich es von der deutschsprachigen Gesellschaft akzeptiert zu werden? Die Antworten waren genauso aufschlussreich, wie sie auch zum Nachdenken angeregt haben.

Das Projekt fand in Kooperation mit der Initiative Beginn Nebenan statt und wurde gefördert durch Demokratie Leben. Alle Folgen sind nun auch auf unserem Youtube-Kanal zum nachschauen verfügbar.


Küche für Alle (KüFa), Kältebus und Foodsharing

Unsere Projekte "Küche für Alle" und "Kältebus", die beide zusammen mit dem kürzlich eröffneten Foodsharing Fairtailerpunkt laufen, sind gut besucht. An einem Samstag waren es beim Laden ca. 50 Besucher:innen. Jeden Samstag von 16:00-20:00 Uhr werden vor dem Laden und mit dem Kältebus an anderen Orten in der Stadt Lebensmittel und Grundnahrungsmittel verteilt. Über den Foodsharing-Verteilpunkt können wir ab jetzt auch gerettete oder gespendete Lebensmittel annehmen.

 
 
 
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